Vom Landwirt zum Evolutionshelfer

Warum arbeiten biodynamische Bauern so, und nicht völlig anders? Und wohin entwickeln sich Biodynamik und Ökolandbau künftig? Wie sieht eine Landwirtschaft aus, die sich aktiv in den Evolutionsprozess des Planeten Erde stellt? Nikolai Fuchs, ehemaliger Leiter der Landwirtschaftlichen Sektion am Goetheanum in Dornach, versucht in seinem neuen Buch Antworten darauf. Rudolf Steiners Anregung, das Ökosystem Landwirtschaft als Art Individualität nach dem Bilde des Menschen zu verstehen, verbindet er mit modernen wissenschaftlichen und philosophischen Sichtweisen von Erde und Kosmos und kommt zum Fazit: im aktuellen Zeitalter des Anthropozän ist der Mensch aufgefordert, seine Verantwortung zu ergreifen. Das kann mit einer Landwirtschaft gelingen, die sich über Vielfalt hinaus hin zu Komplexität entwickelt. Hierin spielen Boden und Kompost eine zentrale, aber nicht die einzige Rolle. Diese evolutiv begriffene Landwirtschaft weist zukünftige Entwicklungswege für Natur und Mensch zu mehr Freiheit – eine Einladung zum Weiterdenken und Handeln.

 

Nikolai Fuchs: Evolutive Agrarkultur. Landwirtschaft nach dem Bildeprinzip des Menschen. Eine Skizze.

Verlag Lebendige Erde Darmstadt 2014, Paperback, 98 S, ISBN 978-3-941-232-12-9, 16,00 Euro

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