Anthroposophische Tiermedizin

Die Mensch-Tier-Beziehung ist heute problematisch geworden. Einerseits vegetieren Schweine ohne Tageslicht in Mastställen, andererseits werden Hunden, Katzen und anderen Haustieren unangemessene Zuneigung aufgezwungen. In beiden Fällen können bei den Tieren Krankheiten ausgelöst werden, die seelische Ursachen haben. Darüber hinaus entscheiden Fütterung, Haltung, Zucht und Betreuung darüber, ob das Tier krank oder gesund ist. Ihre Erkrankungen hat folglich der betreuende Mensch mit zu verantworten.

 

Der schweizerische Tierarzt Jörg Spranger beschreibt in seinem Buch ausführlich den Zusammenhang zwischen erkrankten Haustieren und dem Einfluss des Menschen. Das Tier wird in seiner ganzheitlichen Sicht dargestellt: Krankheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Gesundheit. Einführend geht der Autor auf die Grundlagen der anthroposophischen Medizin ein. Im Teil 2 (Tierwesenskunde) stellt er die Tierarten Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Hund und Katze mit ihren anatomischen Besonderheiten im Einzelnen dar. In Teil 3 werden abschließend arttypische Krankheiten geschildert und verschiedene alternative Therapieansätze erläutert. Jede Krankheit wird dabei unter dem Licht der jeweiligen Tierart entsprechenden Begleitumständen betrachtet. Ein Buch, das nicht nur Tierärzte, sondern auch die Halter von Haus- und Nutztieren zum Nachdenken anregen sollte.

 

Jörg Spranger (Hrsg.): Lehrbuch der anthroposophischen Tiermedizin.

Sonntag-Verlag Stuttgart, 2007. 227 S.

ISBN: 978-3-8304-9142-2, 59,95 €

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