Die biodynamische Bewegung und Demeter in der NS-Zeit

Der Schriftsteller, Reformpädagoge und Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner entwickelte vor 100 Jahren die Grundlagen der biodynamischen Wirtschaftsweise. Sie etablierte sich in Deutschland als Demeter-Bewegung und faszinierte viele Zeitgenossen, gab aber auch immer Anlass für heftige Gegnerschaft. Unter der NS-Diktatur konnte die Bewegung in einem widersprüchlichen Prozess zunächst expandieren, bis sie im Sommer 1941 bei einer Gestapo-Aktion aufgelöst wurde. Trotzdem wurde das biodynamische Verfahren von der SS in einigen KZs genutzt. Die wechselvolle Geschichte von den Anfängen bis in die frühe Nachkriegszeit wird in diesem Band auf breiter Quellenbasis dargestellt. Im Vorwort heißt es:“ Mit diesem Buch wird die bisher sehr polarisierte, zum Teil auch emotionalisierte Debatte über das Thema weiter versachlicht und es werden neue, quellengesättigte Erkenntnisse in die Diskussion eingebacht.“ Neben dem speziellen Focus ist das Buch auch eine wertvolle Ergänzung zur Geschichte des Biodynamischen.

Jens Ebert, Susanne zur Nieden, Meggi Pieschel: Die biodynamische Bewegung und Demeter in der NS-Zeit. Akteure, Verbindungen, Haltungen.
Metropol Verlag Berlin, 2024, ISBN: 978-3-86331-760-7, 477 Seiten, Hardcover 34,– €, eBook-PDF 27,– €