(Hartmut Spieß) Heute stehen die Getreide als Grundnahrungsmittel vermehrt im Fokus, auch wegen zunehmender Probleme der Verträglichkeit – besonders des Weizens. Welches Bild haben wir von den verschiedenen Getreiden, wenn wir dieses nach deren Qualitäten beurteilen wollen? Was sagt ihr morphologisches Erscheinungsbild über die Qualität der Getreidekulturen aus? Was ist das Besondere an den Gräsern, dass sie zum Hauptnahrungsmittel für Menschen auf allen Kontinenten wurden? Peer Schilperoord hat sich lebenslang intensiv diesen Forschungen verschrieben und mit einem großen Detailwissen eine Monographie der „Sieben Getreide“ geschaffen, die kaum Fragen offen lässt. Dabei verbindet er das Erfahrungswissen im Hinblick auf die Ernährung mit den neuesten Forschungsergebnissen zur Verträglichkeit und zieht Forschungsergebnisse aus der Geisteswissenschaft heran. In der ersten Hälfte des Buches werden die einzelnen Getreide nach ihrer Entstehungsgeschichte und ihren genetischen sowie insbesondere nach ihren morphologischen Besonderheiten beschrieben. Im zweiten Teil stehen die Ernährungsgesichtspunkte des Getreides als Gesamtheit der Familie der Süßgräser sowie im Einzelnen der sieben Arten im Vordergrund. Den Abschluss bildet eine geisteswissenschaftliche Betrachtung mit Bildgestaltungen der Getreidearten von Antje und Dorian Schmidt.
P. Schilperoord, 2020: Sieben Getreide. Verlag Kooperative Dürnau.
1. Aufl. 144 S., 23,55 €. ISBN 978-3-88861-090-5
