Heftübersicht 5/2007

Klimaschutz mit Ökolandbau?

Weniger Energieverbrauch, mehr Humus – wie Ökobauern für´s Klima ackern, lesen Sie in der Septemberausgabe der Zeitschrift Lebendige Erde

Beim Klimaschutz ist es fünf nach zwölf. Ökobauern brauchen je Hektar schon immer nur 50% der Energie ihre konventionellen Kollegen, da sie keinen synthetischen Stickstoff benötigen. Doch je Kilo Weizen sieht es vielleicht anders aus. Und dann halten sie ja noch Methan ausstoßende Kühe...

 

Wie sieht sie aus, die aktuelle Klimabilanz für Ökobetriebe? Was spielt eine Rolle? Das beschreibt Dr. Guido Haas in seinem Beitrag. Ob der Ökolandbau mit Humuswirtschaft punkten kann, das hat Prof. Hülsbergen von der TU- Weihenstephan erforscht und stellt die Ergebnisse vor. Weitere Artikel beschäftigen sich mit dem Klimabeitrag von Agroforstwirtschaft, mit einer Methan bremsenden Pille für die Kuh und der Frage, ob Biogas dem Boden mehr schadet als es dem Klima nützt.

 

Prof. Granstedt aus Schweden fasst Versuche zusammen, die zeigen, wie mit biodynamischen Maßnahmen effektiver Humusaufbau betrieben werden kann. Im Klimawandel wird die Vielfalt der Nutzpflanzen noch wichtiger, wie der Entwicklungsexperte Dr. Johannes Kotschi in seinem Beitrag ausführt

 

Brot braucht viel Hitze und somit Energie. Wie man Klimaschutz mit Brotbacken verbindet, zeigt das Portrait der Demeter-Bäckerei Märkisches Landbrot. Hier stimmen Umweltbilanz und Engagement ebenso wie Qualität und Geschmack.

 

Mit bewusster Ernährung das Klima verbessern – dass und wie das geht, stellen Dr. Karl von Koerber und Kollegen dar, von der Ernährungsweise bis zum Einkauf.

 

Mit Demeter–Bienenhaltung wurde vor zwölf Jahren als neuer wesensgemäßer Betriebsweise begonnen. Sie ist heute eine interessante Alternative für Erwerbs- und Hobbyimker. Was dazugehört, und welche Erfolge für diese Innovation verzeichnet, erläutern Imker und Buchautor Michael Weiler und der Öko-Preisträger des BMVEL, der Imker Günter Friedmann.

 

Forschung funktioniert nicht nur im Labor oder im Feldversuch. Wie das Expertenwissen landwirtschaftlicher Praktiker entsteht und nutzbar wird, führt Prof. Ton Baars vom Biodynamischen Lehrstuhl der Uni Kassel-Witzenhausen in seinem Beitrag aus.

 

Lebendige Erde bietet außerdem regelmäßig sechs Seiten zum Hausgarten mit Arbeitskalender, stellt diesmal den Hörnerschnitzer und Demeter-Landwirt H. Kasper in der Rubrik Kunst vor, berichtet Aktuelles aus dem Demeter-Verband, und gibt Tipps zu Veranstaltungen, Büchern sowie Erläuterungen zum Sternenhimmel.

Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur im deutschsprachigen Raum.(Einzelheft 8,00 €, Jahresabo 45 €, Vorzugsabo 35 €).