Heftübersicht 6/2008

Anders wirtschaften

Vielfalt ist nachhaltig - auch ökonomisch betrachtet: Von Stiftung bis Regiogeld: Viele Demeter-Betriebe gehen im Wirtschaften neue Wege - auch ohne Bankenkrise: Beispiele dafür gibt die Zeitschrift Lebendige Erde in ihrer Ausgabe für November-Dezember.

Landwirtschaft geht alle an und wen es wirklich interessiert, der kann mitmachen - so könnte man das Angebot vieler biologisch-dynamischer Betriebe beschreiben. Volker Rahms Kunden ernten ihre Gemüse selbst, die Kunden der Gärtnerei Entrup finanzieren die Ernte vor, der Brunnenhof gibt Genussscheine aus und gewinnt so Investitionskapital, während der Boschenhof sich auf den Weg zur Stiftung macht und der Träger des Birkenhofs ein Verein ist. Allen gemeinsam ist, dass sie die Landwirtschaft öffnen zur Gesellschaft hin, Beteiligung anbieten und ermöglichen. Mehr als nur produzieren.

 

Eindrücklich wird das am Beispiel des Darmstädter Hofguts Oberfeld - eine Aktiengesellschaft, gegründet von Bürgern, die hier biologisch-dynamische Landwirtschaft wollen. Mit all ihrem „Zusatznutzen“, ökologisch, sozial, kulturell. Christian Hiß ist Vorstand der Regionalwert AG, die ebenfalls Landwirtschaft zum Zweck hat: er denkt im Essay über Werte und Zahlen nach und ruft die Öko-Kollegen dazu auf, das Wirtschaften wieder in die Hand zu nehmen. Peter Striffler, Demeter -Landwirt testet Regiogeld und berichtet darüber. Und über ihre Kooperation schreiben die Demeter-Bauern Tholen und Hagen.

 

Wie Dammkultur praktisch funktioniert ob für Gemüse oder Getreide, stellt Dr. Gotthard Stielow am Beispiel des Häufelpflugs von Turiel dar. In der Rubrik Forschung erläutert der US-Forscher Dr. Walter Goldstein den Zusammenhang zwischen biologisch-dynamischen Präparaten, gesundem Boden und gesunden Wurzeln.

Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur im deutschsprachigen Raum.(Einzelheft 8,00 €, Jahresabo 45 €, Vorzugsabo 35 €).