Heftübersicht 6/2010

Ökolandbau und Welternährung

Was läuft falsch, dass so viele Menschen auf der Welt hungern? Und was ist zu ändern? Gibt es gute Beispiele? Ist Ökolandbau eine Lösung? Was fordert der Weltagrarbericht? Die Weichen für Wege aus Armut und Hunger werden auch hierzulande gestellt, zeigt die November-Dezemberausgabe von Lebendige Erde, der Zeitschrift für Biologisch-Dynamische Landwirtschaft, Ernährung, Kultur.

Weiter so ist keine Option, schreiben die 400 Experten des Weltagrarberichts. Warum sich dennoch so wenig am Agrobusiness ändert, berichtet Benedikt Härlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

 

Was auf eigene Initiative hin geht, zeigt der Schweizer Unternehmers Patrick Hohmann und sein indischen Partner, der Bauernorganisation bioRe: Kleinbauern stärken hilft Dörfer entwickeln. Biodynamischer Anbau, faire Konditionen, Beteiligung und Stiftung gehen hier erfolgreich Hand in Hand – zu lesen im Portrait.

 

Wie Ökolandbau weiterzuentwickeln ist, um die Welt zu ernähren, dazu gibt der Entwicklungsexperte Dr. Johannes Kotschi in seinem Essay Auskunft. Denn in der ökologischen Landwirtschaft liegt das Potenzial für massive Ertragsteigerungen. Dem Zusammenhang von Pflanzenzüchtung und Ernährungssicherheit geht die Agrarsozialwissenschaftlerin Dr. Anja Christinck nach, das Problem WTO nimmt Nikolai Fuchs von der Nexus-foundation in den Blick. Und das Menschen-Recht auf Ernährung beschreibt Dr. Rolf Künneman von FIAN International.

 

Dem aktuellen Thema Bodenbearbeitung und Bodenerosion widmet sich der Öko-Berater Heinz Gengenbach (llh). Und ihre vergleichende Forschung zur Honigqualität stellen Dr. Uwe Geier vom Forschungsring und Markus Buchmann vor, ausgehend von der Frage, ob sich Demeter-Honig abhebt.

 

In der Rubrik Ernährung erläutert Dr. Petra Kühne vom AK für Ernährungsforschung die Bedeutung des Eiweiß für den Körper.

 

In der Einführung ins Biodynamische geht Hans Vereijken, Uni Kassel-Witzenhausen, dem Verständnis von Pflanzenprozessen bei Goethe und Steiner nach. Lebendige Erde bietet außerdem regelmäßig sechs Seiten zum Hausgarten mit Arbeitskalender, leitet zur Arbeit mit den biodynamischen Präparaten an und berichtet Aktuelles aus dem Demeter-Verband samt Tipps zu Veranstaltungen, Büchern sowie Erläuterungen zum Sternenhimmel. Und die Kunstseiten präsentieren im November ein kulturelles Tauschgeschäft zwischen Künstler und Bauern.

 

Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur im deutschsprachigen Raum.(Einzelheft 8,00 €, Jahresabo 45 €, Vorzugsabo 35 €).